Jeder von uns produziert statistisch gesehen ca. eine halbe Tonne Müll pro Jahr. Wir leben in einer „Wegwerfgesellschaft“. Oftmals landen sogar noch relativ frische Lebensmittel in der Mülltonne – einfach nur, weil beispielsweise eine zu große Menge eingekauft oder zubereitet wurde. Vor einigen Jahrzehnten war der Gedanke, Müll zu verbrennen, rein wirtschaftlicher Natur. Sowohl gewerbliche als auch private Abfallprodukte sollten auf einfache Weise möglichst platzsparend beseitigt werden. In der heutigen Zeit hingegen geht der Trend immer mehr zur Gewinnung von Bioenergie – der Müll bildet dabei die Grundlage für eine „grüne“ Wärme- und Stromgewinnung. Zahlreiche biologische Abfälle aber auch Verpackungen eignen sich hervorragend zur Verfeuerung.Die dadurch freigesetzte Energie wird sofort durch spezielle Generatoren in elektrische Energie umgewandelt. Sehr viele Unternehmen haben diesen aufstrebenden Wirtschaftszweig bereits erkannt und haben sich auf den Gebieten „Cleantech“ und „erneuerbare Energien“ spezialisiert. Vor allem auf dem Gebiet der „sauberen“ Technologien (Cleantech) hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Durch die sogenannte „Wirbelschichtfeuerung“ kann selbst Klärschlamm noch sinnvoll genutzt werden. Der Ausbau der Bioenergieerzeugung findet zurzeit auf der ganzen Welt statt. Der wohl wichtigste Grund dafür sind wohl die steigenden Preise für fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Kohle und Torf. Außerdem ist man ständig bemüht, Treib-hausgasemissionen zu minimieren. In Deutschland werden daher Unternehmer und auch Privatleute vom Gesetzgeber durch das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ gefördert. Der Ausbau dieses innova-tiven Industriesektors sorgt dafür, dass auch noch in Jahrzehnten eine ausreichende Energieversorgung vorhanden sein wird. Und jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen: Zum Beispiel durch eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach, durch den Einbau thermischer Solaranlagen oder durch die Investition in einen Cleantech Infrastrukturfond. |