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Die Entwicklung des Kabelbinders

Eingetragen am: 15.01.2011 - 12:32:08 Uhr   in Kategorie: Computer - TechnikAutor des Artikels: Elizabeth Bourne
 
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Der Kabelbinder wurde von Thomas und Bett erfunden und 1958 durch sie auf den Markt gebracht. Bevor das Polyamid 6.6 eingeführt wurde, wurden Kabelbinder hauptsächlich aus PVC hergestellt, das den eindeutigen Nachtteil hatte nicht besonders hitzebeständig zu sein, schnell zu altern und somit brüchig zu werden. Es musste also ein neues Material her, das den Belastungen, denen ein Kabelbinder ausgesetzt ist auch gewachsen war. Erstmals wurden Polyamid 6.6 als Material in den Vereinigten Staaten Amerikas verwendet. Es stellte sich schnell heraus, das es viele Vorteile gegenüber seinem Vorgänger hatte. Polyamid 6.6 verfügt über hygroskopische Eigenschaften. Es kann also Wasser speichern und es auch wieder an die Luft abgegeben. Dadurch entsteht eine hohe Möglichkeit zur Biegsamkeit. Das Polyamid befindet sich bei einem Wassergehalt von etwa 2,5 Prozent im Gleichgewicht und hat dann auch die beste Biegsamkeit und Haltbarkeit. Weitere Vorteile des Materials sind die Selbsverlöschbarkeit, die hohe Festigkeit und Steife, die mit der Flexibilität einhergeht, die Formbeständigkeit auch bei hohen Wärmeeinwirkungen (bis zu 85° Celsius) und die Abriebfestigkeit. Außerdem ist Polyamid sehr beständig gegen Fremdstoffe wie Öl oder Alkalien. Vor der Einführung des Kabelbinders, hat man Kabelbündel mit anderen Hilfsmittel zusammengebunden. Zum Beispiel gab es Wachsbänder, die diese Aufgabe übernommen haben, aber bei weitem nicht so fest und gleichzeitig biegsam waren, wie ihre Nachfolger. Aus diesem Grund setzte sich der Kabelbinder in diesem Bereich auch nahezu vollständig durch. Sein einziger Konkurrent scheint nur noch die Marschlag-Bindung zu sein, die gerne bei Kabelbäumen angewendet wird. Es handelt sich dabei um eine spezielle Knotentechnik, die mit einer festen Schnur vorgenommen wird. Kabelbinder werden aber heutzutage auch in anderen Bereichen angewendet, für die sie ursprünglich nicht gedacht wurde. So benutzt man sie als Befestigung für nahezu alles, das einem in den Sinn kommt. Die Polizei verwendet sie sogar zum Fesseln von Festgenommenen, was sich durch rein praktische Gründe erklären lässt, denn eine Packung Kabelbinder ist nun mal um einiges leichter und platzsparend, als jede Menge Handschellen. So werden sie besonders in Großeinsätzen eingesetzt.